Mühlenverband Rheinland
Willkommen beim Rheinischen Mühlenverband e. V.

Infoartikel


 

   Rheinlandtaler für Josef Jörissen

Der Landschaftsverband Rheinland (LVR) vergibt seit 1976 als Anerkennung für besondere Verdienste um die rheinische Kultur den Rheinlandtaler. Dazu zählt unter anderem ein ehrenamtliches bedeutsames Engagement im Bereich der Denkmal- und Bodendenkmalpflege, der Archiv-, Mundart-, Museums-, Heimat- und Landespflege. Am 04.07.2017 wurde im Rathaus Bedburg-Hau in öffentlicher Feierstunde der Rheinlandtaler an Josef Jörissen verliehen, der Vorstandsmitglied des Rheinischen Mühlenverbands e. V. ist. Mit der Auszeichnung würdigt der LVR vor allem seine Vorstandsarbeit im „Kreisverband Kleve für Heimatpflege e. V.“ und sein vielseitiges Engagement für z.B. die Aktion „Offene Gartenpforte“, besondere Baumpflanzaktionen und die ständige Teilnahme seines ehemaligen Wohnortes Louisendorf am Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“.

In ihrer Laudatio hob Frau Karin Schmitt-Promny, stellvetretende Vorsitzende der Landschaftsversammlung Rheinland, auch besonders Jörissens Bemühungen um die Erinnerung an den Pfälzer Dialekt in der Sprachinsel am Niederrhein zwischen Kleve, Kalkar und Goch hervor sowie die Förderung des Archives des Louisendorfer Chronisten Jakob Imig. Die vielseitigen Tätigkeiten Josef Jörissens, der auch eine fast 300-seitige Chronik für den „Kreisverband Kleve für Heimatpflege e. V.“ verfasst hat (s. die Seite Der Verband/Geschichte’ ) ließen die Laudatorin nach treffenden Bezeichnungen für ihn suchen, wie ‛Universalschützer’, ‛All-Kulturpfleger’ oder ‛Sich-um-alles-Kümmerer’. Besonders als Letzterer ist er auch im Rheinischen Mühlenverband seit seiner Gründung 1993 als langjähriger Geschäftsführer bekannt, weshalb wir uns den Glückwünschen herzlich anschließen.

 

(Foto: Theo Nilgen)




 

  

  Engagierter zukünftiger Jungmüller sucht Unterstützung

Herr A. Dähne wohnt in der Nähe von Karlsruhe und nimmt an einem Wochenend-Seminar zur Ausbildung zum freiwilligen Müller bei der VHS in Diepholz teil  ( Link)  , wo noch ein oder zwei Plätze frei sind. Der Kursus hat gerade begonnen, der 2. Termin ist am 23.09.17. Herr Dähne sucht einen Mitstreiter, der mit ihm in einer Fahrgemeinschaft zumindest einen Teil der langen Anfahrt und Kosten teilt. Kann ihm jemand helfen?

Seine Adressdaten sind über das Kontaktfeld dieser Webseite zu erfahren.


  Erhalten, was zu erhalten ist, . . .

Auf der Jahrestagung des Rheinischen Mühlenverbandes am 04.03.2017 in Hamminkeln-Dingden hat Herr Rechtsanwalt Dipl.-Ing. Axel Meyer einen Fachvortrag gehalten zu bauphysikalischen Problemen und Erhaltungsmaßnahmen an steinernen Windmühlen. Herr Meyer hat die Thesen seines Vortrages in nachfolgendem Aufsatz zusammengefasst und zur Veröffentlichung zur Verfügung gestellt.

Rechtsanwalt Dipl.-Ing. AXEL MEYER
Erhalten, was zu erhalten ist,
Ändern was geändert werden muss
Realistisch hoffen, was wir romantisch vorfinden

Die Mühle beflügelt unsere Sinne, oft als Wahrzeichen, als mächtiges Bauwerk, das alle dörflichen Häuser der Höhe nach überflügelt, uns erleben lässt, dass Energie durch rauschendes Drehen großer Flügel geschmeidig erzeugt wird.

Was wir technisch vorfinden:
Ein konisch geformtes Bauwerk, das durch seine Massivität und eigenwillige zylindrische Form sich von allen anderen umgebenden Bauwerken absetzt.

Daraus erwachsen bauliche Probleme

Je größer die Außenhautfläche ist, desto mehr ist sie der Witterung ausgesetzt. Schlagregen, Schnee und Wind greifen die bauliche Substanz, Holz oder Stein an.

Holz kann diesen Naturkräften besser widerstehen, da die Struktur des Holzes offenporig und daher Wasseraufnahme und -abgabe bereit ist und eine gewisse Elastizität aufweist.
Der künstlich hergestellte Klinker besteht aus hart gebranntem Lehm/ Ton/ Tonsandgemischen, die seinerzeit massenmäßig nur grob aufeinander abgestimmt wurden, sodass äußere wie auch innere Hohlräume entstehen und bis heute vorhanden sind.
Die Klinker besitzen eine harte kaum wasseraufnehmende Außenhaut, dennoch entstehen beim Trocknungs- und Brennvorgang des Steines kleine Haarrisse, die Wasser sehr wohl in das Innere des Steines transportieren können und sich in den Hohlräumen sammeln.
Im Sommer ist dies für die Klinker unproblematisch, da das so gesammelte Wasser problemlos als Wasserdampf wieder auf Grund der Sonnenerwärmung austreten kann.
Bereits im Herbst findet dieser automatische Austrocknungsprozess nicht oder nicht ausreichend statt.
Restfeuchte verbleibt insbesondere im Stein. Dieses führt bei Frosttemperaturen zu einer Vereisung dieser Wasserdepots im Stein.
Gefriert Wasser dehnt es sich aus und wenn es keinen Raum zur Vergrö
ßerung des Wasservolumens hat, entwickelt der Gefriervorgang eine Absprengwirkung der umliegenden Steinsubstanz.
Handelt es sich um vorübergehenden leichten Frost, wird nur die unmittelbare Umgebungsstruktur der Wasserdepots zerstört und zerbröselt.
Es entstehen dadurch größere Wassersammelstellen, die bei nächstem Frost, problemlos größere Kräfte und Absprengungen entfalten können.
Selbiges kann man auch bei hoher Durchfeuchtung und anhaltendem Frost sofort bei der Mühlen -Klinkeraußenhaut feststellen.
Entweder reißt der Stein, er setzt sich von der Fuge ab oder aber die Sprengungswirkung führt zur Abspaltung der Steinoberfläche mit der Folge, dass die hochgebrannte und größtenteils wasserabweisende Außenhaut zerstört wird.
Die natürliche Außenhaut des Klinkers ist unwiederbringlich zerstört.  

Reparatur oder Wiederherstellung 
1. Die eigentliche Steinerosion ist im Prinzip nicht aufhaltbar.
Durch die Freilegung der Kapillaren, durch das Fehlen der Außenschale wird die Kapillarstruktur des Klinkers immer weiter durch den gleichen Vorgang tiefer und breitflächiger zerstört. Die stets im Herbst und Winter verbleibende Feuchtigkeit führt ggf. zur gänzlichen Zerbröselung des Klinkers.
Ein Austausch der geschädigten Klinker wird dann unweigerlich erforderlich, um die statische Substanz der Außenschale zu erhalten. 

2. Es gibt die Möglichkeit diesen Prozess zu verlangsamen. Prophylaktisch kann der Klinker zu einem Zeitpunkt nur geschützt werden, wenn die Außenschale im Wesentlichen erhalten und allenfalls der Klinker mit Haarrissen durchzogen ist.
Der Klinker kann zusammen mit der Fuge hydrophobiert werden.
Eine hydrophobierte Behandlung eines Klinkers hat die Wirkung eines vorübergehenden Schutzmantels.
Vorübergehend deswegen, da auch die sachgerechte Aufbringung von hydrophobem Material mit der Zeit von der Witterung auch wieder abgetragen wird und sodann die Kapillaren offen der Witterung ausgesetzt werden.
Bis dahin sorgt die sorgfältige und lückenlose Aufbringung des hydrophoben Materials dafür, dass weitestgehend ein Feuchtigkeitsschutz besteht und Regenwasser nicht ungehindert in die offenen Kapillaren eindringen kann.
Dies gilt jedoch nur dann, wenn die Risse in der Fuge und dem Klinker nicht größer als 1 mm sind, da das hydrophobe Material nicht größere Rissbreiten flexibel überbrücken kann.  

Wegen der starken Bewitterung eines Mühlenstumpfes muss spätestens alle 5 Jahre diese Prozedur wiederholt werden, um die oben bezeichnete Wirkung der Wasserabweisung zu erreichen.

3. Einschlämmen des Klinkers mit transparenter dauerelastischer Haut

Soweit der Stein vorgeschädigt ist, dergestalt, dass die hydrophobe Behandlung des Steines nicht mehr technisch sinnvoll ist, können der Stein und die Fuge mit einer transparenten Schlämme behandelt werden.
Eine Vorbehandlung in Form einer Entsalzung ist wichtig, um eine homogene Verbindung zwischen Schlämme und Stein herbei zu führen.
Der Auftrag der Schlämme muss sorgfältig, flächendeckend und besonders lückenfrei erfolgen, da soweit ersichtlich dieses Material nicht atmungsaktiv wie das hydrophobe Material ist, sondern eine geschlossene Schicht darstellt, die die vorhandene Feuchtigkeit nicht durch Sonnenausstrahlung ausdiffundieren lässt.
Die Feuchtigkeit kann und muss ausschließlich nach innen durch Kondenstrockner abgefangen werden, damit Restfeuchte sich nicht hinter der Schlämme sammelt und die Schicht durch Dampfdruck anhebt und punktuell aufbläht, oder durch Frosteinwirkung abgesprengt wird.
Selbiges würde passieren, wenn die Beschichtung lückenhaft ausgeführt wird.
Die unangenehme Seite ist, dass die „Sanierung“ nicht für die Ewigkeit hält und vor allem das diese Art der Sanierung zu einem unnatürlichen Glanz des Klinkers führt. 

4. Putz als 2. Haut

Ein weiterer Weg der Eindämmung der Erosion ist die sachgerechte Ummantelung des Mühlenstumpfes mit armiertem Putz. Die Säuberung des Mauerwerks und die Entsalzung ist sicherlich auch hier Voraussetzung für einen Erfolg.
Unabhängig davon, dass das Aussehen der Mühle sich extrem verändert, ist diese Sanierung gerade in Hinblick auf Haltbarkeit, dem Wechsel der Witterung und einem guten Schutz der tragenden Substanz neben dem stetigem Auswechseln von zerstörten Klinkern die sicherste Form der Sanierung, da die 2. Haut einen Puffer für alle „Angriffe“ auf dem Klinker darstellt.
Einziges Problem dürfte die Veralgung oder Vermosung der Putzfläche sein, die aber durch regelmäßigen Auftrag durch hydrophobes Material verhindert werden kann.  

5. Verschieferungen

Gleichwertig dürfte allenfalls die Verschieferung oder die Einkleidung mit Zinkblechen sein.
Damit wird allerdings ein neues architektonisches Bauwerk geschaffen, welches vielleicht dem Denkmalschutz ggf. nicht gefallen wird.
Dieser muss allerdings sich klar vor Augen führen, ob er das Gebäude grundsätzlich erhalten will oder nicht. Dann müssten auch die Schutzmaßnahmen flexibel gestaltet werden können.  

6. Was ist rechtlich zu beachten

Vergeben Sie Aufträge stets mit einer bestimmten Zielsetzung. Z.B.:

„Die Sanierung muss für den Mühlenstumpf einen bleibenden Schutz gegen Feuchtigkeit bilden. AN haftet für diese Funktion des Mühlenmantels.“

Soweit Sie sich auf eine bestimmte Art der Sanierung einlassen, müssen Sie bei verbleibenden Schäden nachweisen, dass die Beratung durch den Unternehmer unzureichend war, was manchmal sehr schwer sein dürfte.
Bei der funktionalen-also Zielbeschreibung trägt der Unternehmer das Risiko der sachgerechten Sanierung.  

Köln, den 25.05.2017
Rechtsanwalt Dipl.-Ing. Axel Meyer
Geschäftsführender Gesellschafter
der RA Meyer~ Giesen GbR, Köln  
 

 

 Werkstattgespräch Wassermühlen 2017

Die EnergieAgentur NRW (Netzwerk Wasserkraft) bietet in Zusammenarbeit mit der "Mühlenregion Rheinland" des Landschaftsverbandes Rheinland und dem Rheinischen Mühlen-Dokumentationszentrum e. V. eine zweitägige Veranstaltung an zum Thema "Wasserkraftnutzung an historischen Mühlenanlagen. Es soll ein regionaler fachlicher Gedankenaustausch sein, der eine Besichtigungstour zu ausgewählten Wasserkraftanlagen im Bergischen Land (von Köln aus, 27.04.) umfasst sowie eine Vortragsveranstaltung am 28.04. in Haus Düsse in Sassendorf. Die Teilnahme ist kostenfrei, Übernachtung und Frühstück sind aber selbst zu finanzieren. Einzelheiten sind dem Flyer Werkstattgespräch zu entnehmen.

  Flyer Werkstattgespräch

 

 

   Jahrestagung 2017 des RMV in Hamminkeln-Dingden

       -   Mitgliederversammlung in Hamminkeln
       -   Mühlenverband sucht Archivräume
       -   Standort in Geldern nicht zu nutzen
 

Von MICHAEL SCHOLTEN

Im nächsten Jahr wird die Herrlichkeitsmühle in Issum 250 Jahre alt. Grund genug für den Rheinischen Mühlenverband, seine Mitgliederversammlung am 3. März 2018 in Issum auszurichten. Dann feiert auch der Verband sein 25-jähriges Bestehen, der 1993 mit dem Ziel gegründet wurde, die Wind- und Wassermühlen in der Region zu erhalten und zu erforschen. Die jüngste Versammlung fand jetzt im Gasthof Küpper in Hamminkeln-Dingden statt.

Gastgeber war Mühlenbesitzer Ulrich Knorth, der die Gäste später auch durch seine Industriemühle in Wertherbruch führte. Knorth wurde außerdem zum Kassenprüfer gewählt. Er komplettiert das Team um den 1. Vorsitzenden Reinhold Pillich, der bei den Vorstandswahlen einstimmig in seinem Amt bestätigt wurde. Hamminkelns Bürgermeister Bernd Romanski hob in seinen Grußworten den historischen und touristischen Wert der Mühlen in Hamminkeln und seinen Ortsteilen hervor.

Auf großes Interesse stieß der Fachvortrag des Diplom-Ingenieurs und Rechtsanwalts Axel Meyer über die Anfälligkeit des Mauerwerks vieler Mühlen. Durch die konische Bauform und die künstlich angeschütteten Mühlenberge sei es oft eine Herausforderung, den unteren Bereich vor Feuchtigkeit zu schützen, zumal denkmalpflegerische Auflagen des Landeskonservators erforderliche Umbauten erschweren. Mühlenexperte Paul Wissing veranschaulichte am Beispiel der Reeser Scholten-Mühle, wie sich mitunter Kompromisslösungen finden lassen, die den Verfall des Mauerwerks stoppen können.

Referent Axel Meyer will seinen Beitrag schon in naher Zukunft auf der Internetseite unter www.rheinischer-muehlenverband.de bereitstellen.

Der 1. Vorsitzende Reinhold Pillich bat die Mitglieder, Vorschläge für einen neuen Standort des verbandseigenen Mühlenarchivs einzureichen. Nachdem die bisherigen Räume in Geldern nicht mehr genutzt werden können, fehlt es dem Rheinischen Mühlenverband an einem 15 bis 20 Quadratmeter großen Raum, der trocken und frostfrei sein muss und im Idealfall über einen eigenen Zugang verfügt. "Wir brauchen eine zentrale Anlaufstelle", betonte Geschäftsführer Lothar Esser und bat die Mitglieder, in ihren Gemeinden zu ermitteln, ob dort ein Archivraum "kostenneutral oder kostenschonend" zu bekommen sei. 

Lothar Esser überraschte die Versammlung mit der Nachricht, dass sein Wohnort Wegberg nun offiziell zur "Mühlenstadt Wegberg" ernannt worden sei. Das Ministerium für Inneres und Kommunales des Landes Nordrhein-Westfalen (MIK NRW) habe den entsprechenden Antrag bewilligt. Inzwischen verwende die Gemeinde Wegberg nur noch neues Briefpapier, in dessen Logo ein markantes Mühlenrad zu sehen sei.

 

 

 

 

 

 

Der 1. Vorsitzende Reinhold Pillich (links), und Geschäftsführer Lothar Esser präsentierten das Plakat für den Deutschen Mühlentag am Pfingstmontag, 5. Juni.

(Foto: Rheinischer Mühlenverband)

Quelle: RP, 14.03.2017; mit freundlicher Genehmigung der Rheinische Post Verlagsgesellschaft mbH, Redaktion Emmerich. 

 

      Jahreshauptversammlung  

HAMMINKELN Der Rheinische Mühlenverband trifft sich am Samstag, 4. März, zur Jahreshauptversammlung im Gasthof Küpper, Weberstraße 21, in Dingden. Um 11 Uhr begrüßen der Vorsitzende Reinhold Pillich und Hamminkelns Bürgermeister Bernd Romanski mehr als 50 Mühlenbesitzer und Mühlenführer. Gegen 14 Uhr haben die Gäste aus dem gesamten Rheinland dann die Wahl zwischen 2 Führungen.

Führung Nr. 1 durch die 1903 erbaute Industriemühle in Wertherbruch, die Ulrich und Antje Knorth in mehreren Jahren renoviert und ausgebaut haben.

Führung Nr. 2 eine Besichtigung der spätgotischen Wertherbrucher Kirche Der Rheinische Mühlenverband wurde 1993 mit dem Ziel gegründet, die Wind- und Wassermühlen in der Region zu erhalten und zu erforschen. Aktuell zählt der Verband circa 145 Mitglieder.

 

    

  Bericht aus dem Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Mühlenkunde und Mühlenerhaltung (DGM)

Auf der Jahresauftaktveranstaltung des Vorstandes der Deutschen Gesellschaft für Mühlenkunde und Mühlenerhaltung (DGM) am 20./21. Januar 2017 in Petershagen-Frille hat unser Vorsitzender Reinhold Pillich als Mitglied im Vorstand der DGM die Interessen unseres Landesverbandes erfolgreich vertreten.

Danach ist der Beschluss der DGM-Jahrestagung vom 03.-05. Juni 2016 in Bad Salzungen in Hessen über die Erhebung einer Teilnahmegebühr am Deutschen Mühlentag für alle teilnehmenden Mühlen erst einmal zurück genommen worden.

Bereits auf der Jahrestagung 2016 in Hessen hatte unser Vorsitzender sich gegen die Erhebung einer solchen Teilnahmegebühr am Deutschen Mühlentag von mindestens 5 € je teilnehmender Mühle ausgesprochen. Der Vorstand und anschließend das Plenum hatten aber anders votiert.

In der Zwischenzeit haben sich aber mehrere Landesverbände der ablehnenden Haltung angeschlossen, so dass auf der Vorstandssitzung am 21.01.2017 eine andere Beschlusslage herbeigeführt werden konnte, die aber noch auf der nächsten Tagung der DGM vom 23. bis 25. Juni in Hamburg zu bestätigen sein wird. Bis dahin soll an alternativen Lösungsansätzen gearbeitet werden. Für den Mühlentag 2017 bedeutet das aber eindeutig, dass keine Teilnahmegebühr erhoben wird.

Außerdem sind die Mühlen, die nicht einem Landesverband angehören, dennoch über die DGM am Deutschen Mühlentag mit versichert, wenn sie über den Landesverband gemeldet werden. Die Anmeldung beim RMV muss per Formular erfolgen.

Die Plakate für den Mühlentag 2017 sind fertig und können beim RMV oder den Vorstandsmitgliedern abgeholt oder angefordert werden. Außerdem liegen sie zur Mitnahme auf unserer Jahrestagung am 04.03.2017, zu der noch separat eingeladen wird, bereit.

Der DGM-Vorstand hat ebenfalls eine neue Internet-Seite beschlossen, die im neuen Design und anspruchsvoller Gestaltung unter www.muehlen-dgm.de ab sofort freigeschaltet ist.

Wir würden uns freuen, Sie auf unserer diesjährigen Mitgliederversammlung am 04.03.2017 in Hamminkeln-Wertherbruch begrüßen zu dürfen und wünschen bis dahin ein gute Zeit.

Glück zu!

Der Vorstand

Lothar Esser

Geschäftsführer

 

  

    Der Rheinische Mühlenverband e. V. sucht neue Räume

Zur Unterbringung unseres Mühlenarchivs und der Bestände für Mühlenausstellungen suchen wir einen oder mehrere Räume. Benötigt werden ca. 20-30 m², in denen die Artikel trocken und frostfrei lagern können. Sollte die Möglichkeit bestehen, die Räumlichkeit unseren Mühlenfreunden und Interessierten zugänglich zu machen, hätten wir einen neuen Anlaufpunkt, den wir wie früher anbieten könnten.

Wer kostenfrei Räume anzubieten hat, kann sich gern mit den Mitgliedern des Vorstandes oder der Geschäftsstelle in Verbindung setzen.

 

 

 

 

  

  

 

   Trauen Sie sich in der Eltener Mühle
    - Heiraten unter Mühlenflügeln 

Die Mühle am Möllenbölt im Emmericher Ortsteil Elten hat eine lange Geschichte hinter sich und trotzdem wieder etwas Neues zu bieten. Seit Mai 2016 können sich Paare in der historischen Holländerwindmühle aus dem Jahre 1846 das Ja-Wort geben. Jeweils an einem Freitag im Monat kann man um 13.30 Uhr, 14.30 Uhr oder 15.30 Uhr den Bund für´s Leben schließen. Der Eingangsbereich der Mühle wird speziell für diese Termine hergerichtet. „Es ist ein rustikales, aber wunderschönes Ambiente“, freut sich Dr. Manon Loock-Braun vom Info-Center Emmerich der Stadtmarketinggesellschaft, Betreiber der Mühle.

Die fast 170 Jahre alte Holländerwindmühle auf dem Möllenbölt in Elten ist Zeitzeuge der Geschichte des Mahlens. Das Baudenkmal ist eines der wenigen erhaltenen Exemplare dieser Baugattung im Rheinland und damit von überregionaler Bedeutung. Erst im Herbst 2013 konnten umfangreiche Renovierungsarbeiten beendet werden und seit 2014 erstrahlt sie auch in der Dunkelheit im richtigen Licht.

 



Für alle Mühleninteressierte öffnet die Eltener Mühle immer sonntags ihre Tore. Dann ist es möglich die Mühle in Aktion zu sehen und dem Dipl.-Windmüller Frank Heeren und seinen drei Auszubildenden von 13 – 16 Uhr über die Schulter zu schauen. Sie freuen sich den Besuchern die Geschichte und Funktionsweise der Mühle zu erklären. Gemeinsam mit dem Mühlen-Bistro ist sie das ideale Ausflugsziel für die ganze Familie.

 



Das Mühlen-Bistro befindet sich direkt neben der Mühle und bietet einen unvergleichbaren Blick auf diese. Es verwöhnt seine Gäste am Wochenende mit Kaffee und Kuchen und kleinen Snacks und Köstlichkeiten aus der Region. Es hat geöffnet freitags 13 – 17 Uhr, samstags und sonntags 10 – 18 Uhr. 

  Informationen:

Mühle am Möllenbölt
Stokkumerstraße 27
46446 Emmerich am Rhein
muehleelten@t-online.de

 

infoCenterEmmerich
Rheinpromenade 27
46446 Emmerich am Rhein
02822-931040
infocenter@Stadt-Emmerich.de

  

 

 MühlenBistro
Stokkumerstraße 27
46446 Emmerich am Rhein
02828-9027235
muehlenbistro-elten@gmx.de

 

Trauzimmer Mühle am Möllenbölt
Terminreservierungen und Fragen rund ums Heiraten
Standesamt Emmerich am Rhein
02822/75-1602 oder 02822/75-1636

 

 

 Schüler besprechen das Thema Mühlen

Für den Deutschen Mühlentag 2016 hatten sich die Schüler und Schülerinnen der Theodor-Frings-Privatschule in Dülken etwas einfallen lassen: Während die Dülkener Narrenmühle den Besuchern interessante Führungen und Gespräche bot und der Förderverein der Schule im gegenüber liegenden Café Kultur für die Bewirtung der Mühlenfreunde sorgte, wurden ihre Arbeiten den Gästen des Mühlentages gezeigt. Die Kinder hatten sich in Vorbereitung auf den Mühlentag mit ihrer Lehrerin Sarah Kohnert (2. v.l.) mit dem Thema Mühlen und Nachhaltigkeit beschäftigt. Gemeinsam mit Schulleiterin Christa Heyer (Bild links) erläuterte sie Reinhold Pillich und Lothar Esser vom Rheinischen Mühlenverband, wie die Kinder sich mit den Mühlen beschäftigt haben. Der Verbandsvorsitzende Reinhold Pillich zeigte sich hoch erfreut: „Das Projekt einer Kooperation zwischen einer Mühle und einer Schule ist zur Nachahmung empfohlen.“ In seiner Eröffnungsansprache in der Narrenmühle hatte er im Beisein von Dr. Arie Nabrings von der Narrenakademie Dülken die Zusammenarbeit gewürdigt und hierbei die Bedeutung des bürgerschaftlichen Engagements für die Zivilgesellschaft hervorgehoben.

 

 


(von links): Schulleiterin Christa Heyer, Lehrerin Sarah Kohnert,
Reinhold Pillich und Lothar Esser

 

Dass das Thema Nachhaltigkeit im Zusammenhang mit Mühlen gewinnt, konnte Lothar Esser gegenüber der dpa bestätigen.

"Menschen kommen natürlich aus nostalgischen Gründen", sagte Esser. "Aber sie schauen sich die Mühlen auch an, weil es ihnen um Nachhaltigkeit geht bei Energie, Lebensmitteln und Wasserantrieb. All das assoziieren sie mit Mühlen." (dpa)

 

Am Rande der Veranstaltung kam es zu einem Gespräch mit Viersens Bürgermeisterin Sabine Anemüller (re.). Sie und Andrea Rauh, 
Vorsitzende des Fördervereins der Schule (li.) sowie Christa Heyer zeigten sich an den Aufgaben des Rheinischen Mühlenverbandes sehr interessiert.

 

 

 

Vorsitzender Reinhold Pillich bei der
Eröffnung in der Narrenmühle. Dr. Arie Nabrings von der Narrenakademie Dülken (re.) war im Vorfeld der Veranstaltung Ansprechpartner für die Schule und den Mühlenverband. Auch er  war mit der Resonanz am Mühlentag hoch zufrieden.

 

 Bundestagsabgeordneter informiert sich beim Mühlenverband Rheinland

Der Abgeordnete für den Rhein-Kreis-Neuss aus Korschenbroich, Ansgar Heveling MdB (Foto rechts), ließ sich Mitte Mai 2016 vom Geschäftsführer des Rheinischen Mühlenverbandes e. V., Lothar Esser, Aufgaben und Zielsetzungen des Verbandes erläutern. Beide waren sich über die Bedeutung der Mühlen als Kulturzeugnisse und Wirtschaftseinrichtungen einig. Heveling ist Vorsitzender des Innenausschusses des Deutschen Bundestages und auch Mitglied im Kulturausschuss des Rhein-Kreises Neuss.

 

 

 Mühlentag 2016 im Rheinland

 

Wie jedes Jahr feierten bundesweit zahlreiche Mühlenfreunde am Pfingstmontag den Deutschen Mühlentag der DGM. Auch im Rheinland hatten etwa fünfzig Mühlen am 16. Mai ihre Pforten geöffnet, um zahlreichen Besuchern den Prozess der historischen Getreide-Vermahlung zu demonstrieren, bzw. die Antriebstechnik für Schmiedehämmer, Papiermühlen oder Sägewerke zu erläutern.

Die Eisheiligen sorgten landesweit für kühle frische Luft und durchwachsenes Wetter, aber in der Region blieb es weitgehend trocken und von etlichen Mühlen wurden Besucherrekorde gemeldet. So freuten sich auch die Verantwortlichen vom Förderverein in Viersen-Dülken über zahlreiche Gäste in der wohl rheinischsten aller Mühlen, die sonst nur am 11.11. ihre Flügel kreisen lässt, da die ehemalige Bockwindmühle seit 1912 als Sitz und Museum der Narrenakademie dient (Foto). Zeitweise wurde es eng auf der Treppe zum Himmel der närrischen Weisheit und sicher ging es vielen Mühlen so wie der Bongartzmühle in Viersen-Unterbreberich (Foto), wo die Kuchenvorräte eher zur Neige gingen als die Besucherströme.


 


 Der kräftige Wind ließ die Windmüller des Niederrheins strahlen, die so manchen Scheffel Getreide zu Mehl verarbeiten konnten, wie z. B. die Mühle in Kleve-Donsbrüggen oder die Kalkarer Mühle, die dieses Jahr ein zwanzigjähriges Jubiläum der Auferstehung feiert. Einen ausführlichen Bericht von Sabrina Peters mit Fotos von Klaus-Dieter Stade erschien am 17.05.16 in der „Rheinischen Post“, der wir für die freundliche Genehmigung zur Nutzung danken.

Der hier angefügte Artikel beschreibt als Beispiel die zahlreichen Aktivitäten der engagierten Mühlenbesitzer und eifrigen ehrenamtlichen Helfer, die den Mühlentag für tausende von Besuchern im Rheinland zu einem lehrreichen Erlebnis werden ließen.

   Artikel Rheinische Post

Scholten-Mühle  =  World Wide Windmühle

In der Scholten-Mühle in Rees ist mit dem Besitzerwechsel auf die jüngere Generation ein neues Zeitalter angebrochen, aber auch die überkommene Tradition wird fortgeführt. So nahm die Mühle unter Leitung von Stefan und Michael Scholten auch wieder am Deutschen Mühlentag 2016 am Pfingstmontag teil und freute sich über einen neuen Besucherrekord. Fast 300 Interessierte ließen sich durch das 1848 errichtete Baudenkmal führen, darunter auffallend viele auswärtige Besucher, die den sonnigen Tag auch für eine Tour zu Christel Lechners „Alltagsmenschen“-Ausstellung in der Reeser City nutzten.

 

Die Internetseite bietet unter anderem umfangreiche Bildergalerien, die Fotos reichen bis ins Jahr 1909 zurück. In Kombination mit einer Facebook-Seite werden Reeser und auswärtigen Mühlen-Fans künftig immer aktuell auf Mühlenführungen hingewiesen. Die nächste findet am Sonntag, 10. Juli 2016 um 15 Uhr statt.

Ob Laptop, Tablet oder Smartphone: Infos, Termine und Bilder der Scholten-Mühle sind nun über www.scholten-muehle-rees.de zu bekommen. Dirk Kleinwegen von der Firma concept!pro hat das historische Bauwerk für die digitale Zukunft fit gemacht.

 (Fotos ©: Michael Scholten)

http://www.scholten-muehle-rees.de/

Neben historischer Technik stellte die Scholten-Mühle auch ihre neue Internetseite (www.scholten-muehle-rees.de) vor. Dirk Kleinwegen von der Firma concept!pro erstellte die Homepage in enger Abstimmung mit Familie Scholten, die historisches Wissen und viele Bilder beitrug. „Glück zu!“ – der traditionelle Müllergruß – steht auf der Startseite, von der aus sich der Besucher in vielen Unterpunkten durch die Geschichte und Aktionen der Mühle klicken kann. Den markanten Flügeln, genannt Ventikanten, und den Ereignissen rund um die Mühle im Zweiten Weltkrieg sind eigene Unterpunkte gewidmet. Auch die Renovierung, die in den 1990er Jahren maßgeblich durch den Mühlenbauer Manfred Naatz und Rolf Albring, den damaligen Vorsitzenden des Verkehrs- und Verschönerungsvereins Rees, unterstützt wurde, ist in Wort und Bild festgehalten.

 

Segeltuch für Windmühle

 

                                             Zum Verkauf steht wenig gebrauchtes Segeltuch für vier Flügel.

Das Tuch ist in gutem Zustand, Farbe dunkelbraun. Die Befestigungsleinen sind dabei.

Hersteller: Firma Wouda, NL, Maße je:  Länge 6,50 m, Breite 1,10 m

Besichtigung nach Terminabsprache. Volumen: 2 Umzugskisten, Abholung, bei Bedarf auch Lieferung oder Versand gegen Portoerstattung.

Kaufpreis: 500,-- € VB

Kontakt: Berthold Helmes, Windmühle Vehlingen, Windmühlenweg 2, 46419 Isselburg.

Während üblicher Bürozeit: Tel. 0208-97064-234

privat Tel. 02874-29558

www.vehlinger-windmuehle.de

Die Niederlande beantragen 2016 das Müllerhandwerk als immaterielles Kulturerbe bei der UNESCO

 

Eine interessante Nachricht ist uns aus dem Nieuwsbrief November 2015 der Vereinigung "De Hollandsche Molen" aus unserem Nachbarland übermittelt worden.

Der originale Text ist zu lesen unter: http://molens.nl/site/actueel/index.php?id=198

Eine (sinngemäße) Übersetzung ins Deutsche lieferte Gerd Hage, Kalkarer Mühle am Hanselaerer Tor e.V.:

Müllerhandwerk als immaterielles Erbe bei der UNESCO nominiert

Das Müllerhandwerk ist als immaterielles Erbe nominiert worden. Ministerin Bussemaker für Bildung, Kultur und Wissenschaft, hat beschlossen, diese Tradition bei der UNESCO vorzutragen. Sie gab das am 25. November auf der Kreidemühle in Amsterdam bekannt.

Frau Bussemaker übernimmt damit eine Empfehlung des Kulturrats. Es ist das erste Mal, dass die Niederlande (die Aufnahme) einer Tradition in die Repräsentative Liste des imma­teriellen kulturellen Erbes der Menschheit bei der UNESCO beantragen. Jetzt ist es die Aufgabe der Gilde van Vrijwillige Molenaars, der Vereniging De Hollandsche Molen, der Ambachtelijk Koren­malersgilde und der Gild Fryske Mounders ein Nominierungsdossier zusammen­zustellen, das im Frühjahr 2016 der UNESCO vorgelegt wird.

Bussemaker: „Mühlen sind seit Jahrhunderten mit den Niederlanden verbunden. Müller sind nötig, um die Mühlen zu betreiben. Auch in der Zukunft wollen wir uns am Betrieb dieser dynamischen Denkmäler erfreuen dürfen. Durch den Antrag, die Tradition des Müller­hand­werks bei der UNESCO vorzutragen, geht die Fachkunde vom Betriebe der Mühlen für folgende Generationen nicht verloren und die Niederlande bleiben das besondere Mühlenland.“

Erhalt für die Zukunft

Seit dem 19. Jahrhundert sind viele Mühlen stillgelegt worden. Damit ging auch die Kenntnis über die Bedienung der Mühlen verloren. Das Müllerhandwerk drohte auszusterben. Zurzeit betreiben fünfzig Berufsmüller und hunderte Freiwillige (Ehrenamtliche) Müller die Wind- und Wassermühlen in den Niederlanden. Es gibt eine Ausbildung für Freiwillige Müller, die sich dafür einsetzen, die Kunst des Müllerhandwerks einer breiten Öffentlichkeit zu vermitteln, zum Beispiel durch die Organisation des Nationalen Mühlentags.

 

Mühlen im Rheinland  -  in aller Welt bekannt

Es liegt auf der Hand, dass unsere gut gepflegten Mühlen, besonders die landschaftsprägenden Windmühlen, hervorragende touristische Ziele der Region darstellen. Dass aber ein ganzseitiger Artikel über eine unserer Mühlen und ihre ehrenamtlichen Betreuer mitten in Asien erscheint, dürfte eher eine Ausnahme sein. So geschehen im Jahr 2012 im 4650 km (Luftlinie) entfernten Pawlodar in Kasachstan, von wo der Autor jetzt den erstaunten Mitgliedern des Vereins Kalkarer Mühle am Hanselaerer Tor bei einem erneuten Besuch ein Belegexempar mitbrachte.

© Alexander Werwekin, Звезда Прииртышья, "Zwezda Priirtyschja", http://irstar.kz

 

Ein ausführlicher Bericht zu diesem besonderen Erlebnis erschien in den NIEDERRHEIN NACHRICHTEN aus der Feder von Lorelies Christian, der mit freundlicher Genehmigung des Verlages hier wiedergegeben wird:

 

 © Lorelies Christian, NIEDERRHEIN NACHRICHTEN

 

DGM-Jahrestagung 2015 in Wegberg

 

Die Deutsche Gesellschaft für Mühlenkunde und Mühlenerhaltung (DGM) e. V. führt jährlich eine Tagung mit Mitgliederversammlung an wechselnden Standorten ihrer Regionalverbände durch. Im Jahr 2015 war der Rheinische Mühlenverband (RMV) mit der Organisation betraut und lud die Mühlenfreunde vom 19. – 21.06. nach Wegberg im Kreis Heinsberg ein. Der Einladung folgten 100 Teilnehmer, die im Hotel Esser in Wegberg-Kipshoven tagten und großenteils auch wohnten.

Die Teilnehmer waren aus ganz Deutschland angereist, z.B. aus Flensburg, dem Hochschwarzwald, dem Kreis Meißen und auch aus dem Nachbarland Limburg in den Niederlanden. Am Nachmittag des Freitags fand bereits eine Vorstandssitzung der DGM am Tagungsort statt. Der Auftakt erfolgte am Freitagabend im Hotel Esser mit den Grußworten des Vorsitzenden des RMV Reinhold Pillich, des Präsidenten der DGM Erhard Jahn, des Bürgermeisters Michael Stock der Stadt Wegberg (mit 14 noch existierenden Mühlen) sowie des Stellvertretenden Landrates des Kreises Heinsberg Wilhelm Paffen. Der Vorsitzende des Historischen Vereins Wegberg, Karl Küppers, nahm die Teilnehmer in seiner Vortragspräsentation mit in die mühlenreiche Aue der Schwalm, über deren Natur, Kultur und Geschichte rund um Wegberg er einiges zu erzählen wusste. Dann wurde das reichhaltige Buffet eröffnet und bei intensiven Mühlengesprächen so manches Glas, besonders „Eisenbahner“ geleert. 

Der Samstag begann traditionell mit der Mitgliederversammlung der DGM im Tagungshotel. Parallel bestand im Partnerprogramm Gelegenheit, mit dem Vorsitzenden des Historischen Vereins die tausendjährige Geschichte der Stadt Wegberg zu erkunden sowie das Flachsmuseum in Beeck und die Tüschenbroicher Mühle zu besuchen.

Auf der Mitgliederversammlung wurde der DGM-Preis 2015 aus der Anneliese-Schücking-Stiftung an den leider inzwischen verstorbenen Hans Knapp für seine langjährigen Bemühungen zu Erhalt und Pflege der thüringischen Mühlen verliehen. Stellvertretend für die Witwe nahm der Thüringische Landesverband den Preis entgegen. Nach weiteren Ehrungen folgte der Vortrag von Karl Küppers „Mühlen ohne Grenzen“, der die Zusam­menarbeit und das Mühlen­inventar der Stadt Wegberg und der benachbarten niederländischen Gemeinde Leudal erläuterte.

Der Geschäfts- und Kassenbericht führte zur Entlastung des Vorstandes, der Haushaltsplan 2015 und die vorgestellte Änderung der Satzung wurden angenommen. Aus dem DGM-Vorstand ausgeschieden sind Wilhelm Krömer, Helmuth Noske und Paul Demel. Für den als stellvertretender Vorsitzender ausscheidenden Winfried Räbiger wurde als Nachfolger Prof. Dr. Johannes Weinig vom Mühlen­verband Minden-Lübbecke gewählt. In den Beirat wählte die Versammlung Dr. Ulrich Höppner, Samuel Mink, Alois Schneider und Gottfried Schumann.

Zum Stand der Neugestaltung der DGM-Homepage referierte Dr. Höppner und zeigte auf, dass aufgrund des Ausscheidens zum Jahresende der Firma „microsystem“ (Herr Schlüter) eine neue Datenbank der Mühlen und ihrer Standorte notwendig wird und eine Darstellung auf aktuellen Karten des Google-Map-Systems angestrebt wird. Eine Weiterführung der in dieser Richtung begonnenen Entwicklung wurde beschlossen.

 

 

G. Scheweling, E. Jahn, F. Rohlfing und Träger des  Bundesverdienstkreuzes Alois Schneider.

J. Weinig erhält als Nachfolger von
W. Räbiger einen Getriebezahn
als symbolisches Stafettenholz.

Nach einer guten Stärkung beim Mittagessen im Hotel Esser brachten zwei Busse jeweils 40 bis 50 Teilnehmer auf Exkursion zu interessanten Mühlen der Umgebung. Exkursion 1 führte unter Leitung von U. Lambertz in die Niederlande, zur Wegberger Partnergemeinde Leudal in Limburg, wo zunächst die beiden Windmühlen im Ort Horn besichtigt wurden. Die Mühle „De Hoop“ ist einzigartig durch ihre 16-eckige Bauweise und verfügt über Segelflügel mit Dekker-Vorheck. Die 120 m entfernte Turmmühle „De Welvaart“ beeindruckt durch ihre sehr schlanke Bauweise, die aber in Holland nicht so selten ist. Nach einem aufmunternden Kaffee und einem Stück Kuchen im historischen Rathaus des Ortes Neer ging es zur dortigen, bereits im 14. Jahrhundert nachgewiesenen Wassermühle „Friedesse Molen“, deren jetziger Bau mit zwei Steingängen und Resten eines Kollerganges aus dem Jahr 1717 stammt.

Windmühle "De Hoop" in Horn
(Leudal, NL)
 

 Friedesse Molen in Neer (Leudal, NL)

Exkursion 2, geleitet von K. Küppers, ging zur Windmühle „Haarener Mühle“ in Waldfeucht, die 1842 als Korn- und Ölmühle entstand, 1940 ausbrannte, aber wieder hergerichtet wurde und bis heute gut erhalten wird. Nordöstlich davon wurde dann die Wassermühle „Gitstapper Molen“ angesteuert, die unmittelbar hinter der niederländischen Grenze liegt und zur Gemeinde Vlodrop gehört. Die Mühle mit mittelschlächtigem Rad geht auf das Jahr 1377 zurück, verfügte früher über zwei Räder für Mahlgang und Ölschlag.

Am Ende trafen sich beide Exkursionen in der Wegberger Mühle, die über kein Wasserrad mehr verfügt, aber in dem renovierten Gebäude ein Café und eine Bücherei beherbergt. das Mahlwerk blieb darin erhalten.

Einen zünftigen Abschluss fand der Tag beim Rittermahl in Burg Wegberg, wo an langen Tischen getafelt wurde, mit Holzlöffel und Fingern, Schinken, Kartoffelsuppe, diverses gebratenes Getier. Der Verdauung förderlich waren Honigmet und Burgschnaps, zur Unterhaltung trugen neben Erzählungen vom „Lokal-Herzog“ Karl Küppers die „Highländer“ mit Dudelsack-Spiel bei. Die vier hauptverantwortlichen Tagungsorganisatoren, neben dem Vorsitzenden Erhard Jahn (DGM) auch Reinhold Pillich, Ulrich Lambertz und Rudolf Büschges (alle drei vom RMV), wurden zum Ritter geschlagen als Anerkennung ihrer Mühen. Sie hatten für einen guten Tagungsverlauf gesorgt und dafür anerkennende Worte zahlreicher Teilnehmer bekommen.

Einige Kulturinteressierte ließen es sich nicht nehmen, am Sonntag vor der Abreise unter Führung von Ehrenbürgermeisterin Hedwig Klein der Heiligkreuz-Kapelle in Kipshoven einen Besuch abzustatten. Sie wurde im Jahr 1492 von der Familie Beeck als Burgkapelle errichtet und blieb unverändert erhalten. 

 

 

 

Dr. Hans Vogt verstorben

 

Im Alter von 90 Jahren verstarb am 21. März 2015 in Krefeld Dr. Hans Vogt, Gründungsmitglied und Ehrenvorsitzender des Rheinischen Mühlenverbandes. Geboren am 15. Juni 1924 im westfälischen Beckum, studierte er Rechtswissenschaften an der Universität Münster. Nach seiner Promotion arbeitete er zunächst in der Stadtverwaltung Münster, seit 1962 als Beigeordneter für Rechtswesen, Wirtschaft, Verkehr und Kultur bei der Stadt Krefeld.

Neben vielen anderen Ehrenämtern bekleidete Hans Vogt seit 1982 das Amt des Vorsitzenden beim Verein Niederrhein., einem der großen regionalen Verbände der deutschen Wander- und Heimatbewegung. Er erforschte aber auch u. a. die „,markanten Wahrzeichen, welche die niederrheinische Landschaft prägen“, die Windmühlen. Als Ergebnis erschien 1989 sein „Niederrheinischer Windmühlenführer“, in dem er jene 170 Windmühlen beschrieb, die noch ganz oder teilweise erhalten sind. Das Buch fand ein so großes Echo, dass schon 1991 eine zweite Auflage gedruckt werden musste.

Als Mitte des Jahres 1993 der Niederrheinische Mühlenverband gegründet wurde, übernahm Hans Vogt spontan das Amt des stellvertretenden Vorsitzenden. Aus dieser Position heraus war er maßgeblich an der positiven Entwicklung des Rheinischen Landesverbandes beteiligt. 1998 erschien ein weiteres Mühlenbuch mit dem Titel „Niederrheinischer Wassermühlenführer“, in dem er alle 463 bekannten Wassermühlen der Region kurz beschreibt mit historischem Abriss, Herrschafts- und Rechtsverhältnissen sowie etlichen Anekdoten. Einen besonderen Abschnitt widmete er den Schiffmühlen auf Rhein und Lippe.

1999 bis 2001 präsentierte sich der Niederrheinische Mühlenverband mit einer Ausstellung in der Historischen Mühle zu Sanssouci in Potsdam. Hans Vogt hat bei der Konzeption maßgeblich mitgewirkt und ein fünfzig Seiten starkes Begleitheft zur Ausstellung geschrieben. Gemeinsam mit seinen Mühlenfreunden organisierte er zum Thema „Wind und Wassermühlen im Rheinland“ mehrere regionale Ausstellungen. Zum Deutschen Mühlentag im Jahr der Industriekultur 2000 hat sich Hans Vogt auf Bitten des Landes Nordrhein-Westfalen bereit erklärt, einen Aufsatz über die Wind- und Wassermühlen in NRW zu verfassen, der auf 52 Seiten im Teilnehmerverzeichnis des Deutschen Mühlentages 2000 aufgenommen wurde. Er stellt den ersten Gesamtüberblick über die Mühlenlandschaft Nordrhein-Westfalens dar.

Im Jahr 2005 verfasste Hans Vogt „Die Rheinischen Windmühlen“ mit der Beschreibung von allen 478 Windmühlen, die seit ihrem ersten Auftreten im Jahre 1225 im rheinischen Landesteil von NRW urkundlich wurden.

2011 legte Dr. Hans Vogt das Amt des stellvertretenden Vorsitzenden beim Rheinischen Mühlenverband aus Altersgründen nieder. Er wurde zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Seine rheinischen Mühlenführer gaben Impulse, den Bestand der Mühlen zu sichern, und initiierten eine Reihe von Förderkreisen zur Erhaltung und Restaurierung von Mühlen.

Für seine außerordentlichen Verdienste um die Erforschung der Mühlen und sein großartiges Engagement auf dem Gebiet der Heimatpflege ist Dr. Hans Vogt mit der Silbernen Ehrenplakette der Landwirtschaftskammer Rheinland und 1992 mit dem Rheinlandtaler des Landschaftsverbandes Rheinland ausgezeichnet worden. 1994 wurde ihm das Bundesverdienstkreuz verliehen. Die Deutsche Gesellschaft für Mühlenkunde und Mühlenerhaltung zeichnete Hans Vogt für seine großen Verdienste um die Erforschung und Erhaltung von Mühlen mit dem DGM-Preis 2001 aus der „Anneliese-Schücking-Stiftung“ aus. 2010 erhielt er den Niederrheinischen Literaturpreis.

Durch seine freundliche und humorvolle Art wird Hans Vogt allen Mühlenfreunden im Rheinland und darüber hinaus in guter Erinnerung bleiben. Sein mühlenkundliches Werk wird auch weiteren Generationen wegweisend sein.

 

Mühlenbroschüre 2014 Wegberg – Leudal

 

Die niederländische Gemeinde Leudal und die deutsche Stadt Wegberg arbeiten seit langem in nachbarschaftlicher Partnerschaft zusammen, so auch im Bereich des Touristik-Managements. Da beide Orte reichlich mit historischen Mühlen gesegnet sind, ist es nicht verwunderlich, dass sie seit einiger Zeit ein gemeinsames Mühlenprojekt verfolgen.

Die bereits seit fünf Jahren durchgeführte Wegberger Mühlentour konnte in diesem Jahr am 14.09. im Rahmen des von der Euregio Rhein-Maas-Nord geförderten Projektes gemeinsam mit der Gemeinde Leudal grenzüberschreitend angeboten werden. Die Mühlen in den jeweiligen Orten waren an dem Tag für interessierte Besucher geöffnet, egal ob sie zu Fuß, mit dem Rad oder dem Bus unterwegs waren.

Rechtzeitig zu dem Termin, aber ganzjährig benutzbar, erschien eine Glanzbroschüre, herausgegeben von Gemeinde Leudal und Stadt Wegberg, mit dem Titel: „Mühlen ohne Grenzen – Molens zonder grenzen“. Darin werden auf 60 farbig bebilderten Seiten 10 Wassermühlen und eine Windmühle auf deutscher Seite vorgestellt sowie 4 Windmühlen und 7 Wassermühlen auf niederländischer Seite.

Neben jeweils 2 Fotos der Mühle steht ein kurzer Text zur Geschichte und Technik sowie heutigen Nutzung der Mühle und auch die Anschrift und die Öffnungszeiten. Weitere Informationen lassen sich über QR-Code aufrufen. Zusätzlich werden in der Broschüre 4 Museen der Region benannt. In zwei detaillierten Landkarten sind die Mühlenrouten und die Standorte der Mühlen verzeichnet. Selbstverständlich ist das Heft durchgängig zweisprachig in niederländisch und deutsch beschriftet.

Die Broschüre kann kostenfrei beim Stadtmarketing in 41844 Wegberg, Rathausplatz 25, bestellt werden oder als PDF-Datei unter http://www.wegbergermuehlen-leudalmolens.eu/ heruntergeladen werden.

 

 

Es ist geschafft!  - "Glück zu" an drei neue Windmüller

 

Nach zweijähriger Ausbildung auf der Kalkarer Mühle am Hanselaerer Tor zum ehren-amtlichen Windmüller haben drei Kandidaten am 29.03.14 ihre Prüfung absolviert. Auf zahlreichen Windmühlen in unserem Verbandsgebiet werden nicht nur die technischen Denkmäler von Privatpersonen sowie Mühlen- oder Heimatvereinen erhalten und gepflegt, sondern auch zeitweise für interessierte Laien, Schulklassen und Besuchergruppen in ihrer Funktion vorgeführt. Auch wenn dabei nicht mehr professionell Mehl gemahlen wird, so ist doch eine gründliche Kenntnis und Erfahrung in der Handhabung der Mühle erforderlich, damit ihre Sicherheit und vor allem die der Besucher gewährleistet werden kann. In unserem Nachbarland Niederlande gibt es eine lange Tradition in der Ausbildung ehrenamtlicher Müller in „Het Gilde van Vrijwillige Molenaars”. Daran angelehnt, aber eingeschränkt auf die Erfordernisse für die gängigen rheinischen Windmühlen, wurde das Ausbildungskonzept beim Verein Kalkarer Mühle am Hanselaerer Tor e.V. entwickelt. Die Auszubildenden des nunmehr bereits dritten Lehrgangs wurden betreut von Hans Michael Altemüller, Axel Gindera, Gerd Hage und Frank Heeren.

 

Prüfung: 

Hans Terhaer und Harry Kaak

Die Absolventen Hans Terhaer aus Münster, Detlev Flores aus Wesel und Klaus van Elsberg aus Kalkar haben viel Zeit geopfert und teilweise lange Anfahrtswege auf sich genommen, um sich in das Handwerk des Windmüllers einzuarbeiten. Neben gründlicher Kenntnis der Bauteile und ihrer mechanischen Funktion ist auch solides Wissen über aerodynamische Verhältnisse und besonders auch der Wetterkunde gefragt. Die Prüfungskomission setzte sich aus erfahrenen Praktikern zusammen: Den Vorsitz übernahm Müllermeister Hermann Baumeister vom Rheinischen Mühlenverband, unterstützt von Hermann Nobbenhuis, in den Niederlanden ausgebildeter Vrijwilliger Molenaar aus Ochtrup sowie Harry Kaak, Vrijwilliger Molenaar auf mehreren Mühlen in NL, Instructeur und Prüfer aus Gennep.

Nachdem die Prüfung in Praxis und Theorie bei schönem Wetter (mit wenig Wind) von allen drei Kandidaten erfolgreich abgelegt worden war, konnten sie in einer kleinen Feierstunde am 19.07.14 auf der Kalkarer Mühle aus der Hand des stellvetretenden Vorsitzenden des Rheinischen Mühlenverbandes, Theo Nilgen aus Kaarst, ihre wohlverdienten Urkunden entgegen nehmen. Der Verband gratuliert den “Freiwilligen Müllern” und hofft, in den kommenden Jahren ebenso engagierte Nachfolger zu finden. 

 

 

Zeugnisübergabe:

(von links) H. Terhaer, D. Flores, K. v. Elsbergen, Frau Nilgen, Frau Dr. Schulz (1. Stellv. Bürgermeisterin Kalkar), G. Hage, A. Boßmann (1. Vorsitz. Mühlenverein Kalkar), J. Kablau (Windmüller, NL), T. Nilgen.

 

Ausstellung des Rheinischen Mühlenverbandes in Wegberg

 

Die Kreissparkasse in Wegberg ist Gastgeber für die Ausstellung „Wind- und Wassermühlen am Niederrhein“, die am 08.09.2013 von den Vorsitzenden des Sparkassenvorstandes, Thomas Pennartz sowie des Rheinischen Mühlenverbandes, Bürgermeister Reinhold Pillich, eröffnet wurde. Die Ausstellung ergänzt mit ihren Fotos und Modellen zur regionalen Mühlengeschichte die „Wegberger Mühlentour“ am selben Tag (Tag des offenen Denkmals), die zu den 24 erhaltenen Mühlen der Stadt führt.

Die von Dr. Anne Meyer zu Düttingdorf in bewährter Art konzeptionierte und mit eigenen Fotos bestückte Ausstellung hat einen thematischen Schwerpunkt auf die wenig bekannten Schiffmühlen gelegt, die auch im Rheinland über Jahrhunderte zur Versorgung besonders der städtischen Bevölkerung beitrugen. Neben Erläuterungen zur Technik und Geschichte werden auch Hinweise auf Nachbauten in Minden und Ginsheim gegeben. Die Ingenieurleistungen der Mühlenbauer sowie eine Typenkunde sind an Holzmodellen von Helmut Thomas nachvollziehbar.

Die Ausstellung war bis zum 27.09.2013 während der Öffnungszeiten der Kreissparkasse zu besichtigen.

Rathausplatz 8, 41844 Wegberg

 

  

 

 

 

    2013 Mühlenausstellung in Wildenrath

 

   2012 Neuauflage "Kleine Mühlenkunde"

 

   2012 Floriade in Venlo